Arbeiterkammer warnt vor Erotik-Abzocke

AK warnt

© Symbolbild/Getty Images

Arbeiterkammer warnt vor Erotik-Abzocke

Verunsicherte Konsumenten wenden sich derzeit an die Arbeiterkammer Tirol. Schon seit einigen Jahren hat man hier mit solchen Maschen zu tun. In einem Fall werden jetzt von einem Oberländer mittels mehrerer Rechnungen insgesamt 360 Euro für nicht näher bezeichnetes „Telefonsexservice“ gefordert. Konsumentenschützer der Arbeiterkammer raten dringend, keine Zahlungen zu leisten.

Wie funktioniert die Abzocke?

Dieses Mal handelt es sich um mit der Post zugesandte Zahlungsaufforderungen eines angeblich in Tschechien ansässigen Unternehmens namens „Belladot“. So soll ahnungslosen Konsumenten das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

In einem Beratungsgespräch mit den Konsumentenschützern der AK Tirol konnte aufgedeckt werden, wie die Gauner an die Adressen ihrer Opfer kommen. Unter einem Vorwand werden die späteren Opfer bereits im Vorfeld angerufen. Im konkreten Fall meldete sich ein unbekannter Anrufer und fragte nach, warum ein eingeschriebener Brief, der schon länger hinterlegt sei, noch nie abgeholt wurde. Der Angerufene wusste nichts von einem Brief und gab seine korrekte Postadresse an, um etwaige „Zustellfehler“ auszuschließen.

Zwei Monate nach diesem Telefonat folgte ein Forderungsschreiben für nicht näher bezeichnetes „Telefonsexservice“. Bezahlt werden sollte innerhalb von acht Tagen per Überweisung auf ein tschechisches Bankkonto oder per Bargeldsendung in einem eingeschriebenen Brief an ein tschechisches Postfach.

Tipps der Konsumentenschützer

Grundsätzlich gilt: Man sollte auf keinen Fall voreilige Zahlungen leisten, solange nicht klar ist, dass es sich um rechtskräftigen Vertrag mit einem Unternehmen handelt. Einmal geleistete Zahlungen sind praktisch verloren. Außerdem sollte man immer skeptisch sein, wenn jemand am Telefon nach persönlichen Daten fragt. Im Zweifel kann man den Anrufer fragen, wer er ist und wofür er die Informationen braucht oder das Gespräch beenden.

Dem Anrufer sollte klargemacht werden, dass er sich nicht mehr melden soll und dass Sie sich sonst an die Behörden wenden. Gegebenenfalls kann auch bei der Polizeiinspektion Anzeige erstattet werden.

Für Fragen und rechtliche Auskünfte stehen die Konsumentenschützer der AK Tirol unter der kostenlosen Hotline 0800/22 55 22 DW 1818 gerne zur Verfügung.

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