Mehr Fahrräder als Autos in Tirol

Es wird Frühling

Mehr Fahrräder als Autos in Tirol

Der VCÖ betont, dass ein Fahrrad nach dem Winter unbedingt eine Wartung braucht. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Tirol sehr groß. Immerhin vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, sechs von zehn sind kürzer als zehn Kilometer. Der VCÖ spricht sich für den verstärkten Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr aus.
 
80 Prozent der Haushalte in Tirol besitzen laut Statistik Austria mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad. "In der Steiermark gibt es mehr Fahrräder als Autos. Und da 40 Prozent der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer sind und rund 60 Prozent kürzer als zehn Kilometer, ist das Potenzial für mehr Radverkehr in Tirol groß", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Bei der letzten Mobilitätserhebung des Verkehrsministeriums im Jahr 2014 wurden sieben Prozent der Alltagswege mit dem Fahrrad gefahren. Der VCÖ rechnet, dass dieser Anteil mittlerweile gestiegen ist. Was beim Radverkehr möglich ist zeigt Vorarlberg, wo bereits 16 Prozent der Alltagswege mit dem Fahrrad gefahren werden. 
 
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt rund zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche. Wer beispielsweise mit dem Fahrrad zum Bahnhof fährt oder bei kürzeren Arbeitswegen gleich die gesamte Strecke in die Arbeit radelt, kann so die Bewegung in den Alltag integrieren. "Wer kurze Strecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, verbrennt Kalorien statt Benzin oder Diesel. Damit spart man nicht nur einiges an Geld, sondern wird auch den Winterspeck leichter los und erhöht die eigene Fitness", weist VCÖ-Sprecher Gratzer auf einige Vorteile hin.
 
Auch wenn zunehmend mehr das ganze Jahr über Radfahren, viele starten jetzt in die Fahrradsaison. Der VCÖ weist darauf hin, dass ein Fahrrad nach der Winterpause unbedingt eine Wartung braucht. Beim Fahrrad-Check das Funktionieren der Beleuchtung und der Bremsen kontrollieren, darauf achten, dass die Bremsgummis in gutem Zustand sind. Kette unbedingt ölen, trockene Ketten können reißen.
 
Auch Fahrräder, die im Winter im Einsatz waren, verdienen sich jetzt eine Wartung. Der VCÖ empfiehlt, das Fahrrad zumindest einmal im Jahr zum Service in ein Fachgeschäft zu bringen. Materialschäden werden beim Service rechtzeitig erkannt. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer eines Fahrrads und kann teure Reparaturen vermeiden.
 
Österreichs Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln. Dafür braucht es auch einen starken Ausbau der Radwege sowie eine radfahrfreundliche Verkehrsplanung in den Gemeinden und Städten, betont der VCÖ. So soll auch der Ausbau der Rad-Infrastruktur von Bundesseite stärker gefördert werden.
 
Rückfragen: VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer, (01) 8932697, (0699)18932695 
 
VCÖ: Was beim Fahrrad-Check zu beachten ist
 
1. Bremsen: Sind Bremsseile richtig eingestellt? Sind die Bremsbacken in gutem Zustand?
 
2. Beleuchtung: Funktioniert die Beleuchtung (vorne und hinten)?
 
3. Kette ölen
 
4.  Ist das Fahrrad mit allen vorgeschriebenen Reflektoren ausgerüstet?
 
5.  Beim Sattel richtige Höhe einstellen
 
6. Alle Schrauben auf Festigkeit kontrollieren und gegebenenfalls nachziehen
 
7. Reifen mit ausreichend Luft aufpumpen. Geringerer Rollwiderstand erleichtert das Fahren. 
 
8. Einmal im Jahr das Fahrrad zum Service in ein Fahrradfachgeschäft bringen.
 
Quelle: VCÖ 2019
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