Taxi

Lieber auf Nummer sicher

Beim Taxifahren im Ausland ist gute Vorbereitung alles

Wie man überhöhte Preise vermeidet – bereits im Vorhinein informieren und reservieren

Beim Taxifahren im Ausland denkt man schnell an Wucherpreise. Doch bei der Ankunft am Zielflughafen ist es meist die schnellste Verbindung zur Unterkunft, nachts oft die einzige. Auch um im Urlaubsland von A nach B zu kommen bietet es sich als bequemes Verkehrsmittel an. ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl hat einige Tipps parat, wie man überhöhten Preisen aus dem Weg geht.

Taxi vorab reservieren: "Für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel kann es sich lohnen, das Taxi bereits vor Reiseantritt im Internet oder über das Reisebüro zu buchen", empfiehlt die Expertin. "Einerseits erspart man sich somit das Schlangestehen am Flughafen, andererseits kann man das Urlaubsbudget entlasten. Denn der Preis wird dann nicht nach gefahrenen Kilometern berechnet, sondern es wird vorab ein Fixpreis festgelegt." Auf den Webseiten der Flughafengesellschaften kann man sich informieren, wie viel eine Taxifahrt in der Regel im jeweiligen Land kostet.

Registrierte Taxis nutzen: In vielen Ländern sind registrierte Taxis einfach zu erkennen – in London sind es die "black cabs" und in Rom gelbe oder weiße Taxis mit Stadtlogo. Der Vorteil: Registrierte Taxis haben fixe Preise – andere verlangen oft stark überhöhte Gebühren. "Generell ist es besser, ein Taxi telefonisch zu bestellen als eines von der Straße zu nehmen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein registriertes Taxi handelt", sagt die ÖAMTC-Expertin.  Möglicherweise wird für telefonisch bestellte Taxis ein Aufpreis verlangt – wie beispielsweise in Portugal, wo Zusatzgebühren von 75 Cent anfallen.

Umwege vermeiden: Das „Umwegefahren“ ist ein bekannter Trick der Taxifahrer, um dem Fahrgast zusätzliche Kilometer zu verrechnen. Es kann hilfreich sein, sich im Vorhinein über die Länge und Dauer der Fahrtstrecke zu erkundigen – im Internet oder mit Hilfe eines Stadtplans.

Taxameter im Auge behalten: In Taxis ist der Einsatz eines Taxameters üblich – zu einem veranschlagten Grundpreis wird damit der Fahrtpreis pro Kilometer berechnet. "Für Fahrten in der Nacht oder an Feiertagen bzw. bei mehreren Gepäckstücken wird meist ein Aufschlag verlangt", weiß Riedl. In vielen Großstädten gibt es mehrere Fahrzonen mit unterschiedlichen Tarifen (z.B. Stadt/Umland). Hier kann man sich vor Betrügereien schützen, indem man auf die richtige Tarifeinstellung am Taxameter achtet.

Preis verhandeln: In manchen Ländern ist die Verwendung von Taxametern nicht üblich oder der Fahrer beteuert, dass dieser defekt ist. Dann ist Verhandlungsgeschick gefragt. "Man sollte niemals in ein Taxi ohne Taxameter steigen, ohne vorher den Preis für die Strecke mit dem Fahrer zu vereinbaren", rät die ÖAMTC-Expertin. "Als Basis für die Preisverhandlung lohnt es sich, beim Hotel nachzufragen, wie viel eine Taxifahrt in der Regel kostet."

Bezahlung: Das Bezahlen mit Kreditkarte in Taxis ist mittlerweile in vielen europäischen Städten möglich. Für abgelegenere Ferienorte in Spanien, Griechenland oder Italien ist es jedoch empfehlenswert, eine entsprechende Menge Bargeld dabei zu haben.