Ein Auf und Ab in den Ötztaler Alpen

Ötztaler-Radmarathon

Ein Auf und Ab in den Ötztaler Alpen

Zum 35ten Mal hat gestern der größte Radmarathon Tirols stattgefunden, der Ötztaler Radmarathon. Radfahrer aus allen Herrenländern kämpften um den Sieg.

Auf einer Strecke von 238 km kämpften die Fahrer gestern v.a. gegen die Hitze und gegen den Berg. 5500 Höhenmeter hieß es zu überwinden - an Ausdauer darf es bei einem Rennen mit diesen Zahlen nicht fehlen. Auch dieses Mal war das Starterfeld sehr international. Aber auch die einheimischen Radsportler konnten zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Daneben haben Ex-Profi Jan Ulrich aus Deutschland oder Ex-Skispringer Andi Goldberger für den nötigen Promi-Faktor gesorgt.

Wegen den Rekordtemperaturen hat jeder Teilnehmer im Schnitt 12,5 Liter Wasser zu sich genommen... am Ende standen diejenigen am Siegertreppchen, die mit den hohen Temperaturen am besten umgehen konnten.

Italiener dominierten - Tiroler Frauen lassen aufhorchen

Fast 4.000 Teilnehmer sind am Ende als Finisher über die Ziellinie in Sölden gefahren. Der Sieger der Herrenwertung heißt Enrico Zen und ist Italiener, genauso wie Stefano Cecchini (Platz 2) und Christian Barchi (Platz 3). Sie waren im Kampf um die Höhenmeter und die Hitze eindeutig am stärksten. Bei den Frauen hat die Schweizerin Laila Orenos die Ziellinie als Erste überrollt. Gleich dahinter - und das freut uns besonders - die Kitzbühelerin Nadja Prieling. Platz 3 belegte Daniela Pintarelli aus Landeck. Gleich zwei Tirolerinnen unter den ersten Drei ist ein starkes Ergebnis aus Tiroler Sicht und zeigt, dass die heimische Bike-Szene international durchaus mithalten kann.

Streckeninformationen

Die 238km lange und teilweise sehr steile Strecke verlangt den Athleten wird nicht nur einiges an Ausdauer ab, sondern auch an der Konzentration darf es nicht scheitern. Die Fahrer haben auf der Strecke mit einigen Hindernissen und Gefahrenstellen zu rechnen. In mehreren Orten sind Kreisverkehre und Verkehrsinseln, die die Radler nicht übersehen dürfen. Bei einer Geschwindigkeit von 40 bis 50 km/h kann es bei ruckartigen Ausweichmanövern schnell zu einer Kollision von mehreren Fahrern kommen. Das ist alles andere als gesund und angenehm für die Betroffenen. Außerdem weißt die Straße an manchen Stellen Schäden auf. Die Räder haben besonders dünne Reifen und wenn ein Reifen in einem Riss hängen bleibt, kann das schlecht ausgehen. Dasselbe gilt für die Bahnübergänge. Für manche Zuschauer mag es lustig wirken, wenn auf einmal ein Tier auf der Fahrbahn erscheint, doch das kann für Fahrer und Tier unschön ausgehen. Vor allem wenn es bergab geht, da kann ein Radfahrer schon bis zu 80 km/h beschleunigen.