Der weiße Rausch Siegerin Alexandra Genewein

Spektakel am Arlberg

Eine Fuchsjagd auf Skiern

"Der Weisse Rausch" hat längst Kultstatus erlangt. Die einen nennen die Veranstaltung verrückt, die anderen legendär und herausfordernd.

"Der Weisse Rausch" in St. Anton am Arlberg lieferte ein Rennen mit Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Arlberg-Adler-Seriensieger Florian Holzinger (GER) konnte in einer legendären Aufholjagd das Rennen für sich entscheiden. Bei den Damen siegte die St. Antonerin Alexandra Genewein.

Fest steht, dass die neun Kilometer lange und unpräparierte Strecke zu den härtesten Abfahrtsrennen der Welt zählt. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades versammelten sich am Samstag, den 21. April 2018, wieder 555 Sportler aus 20 Nationen am Vallugagrat. Im Gegensatz zur dicken Nebelwand im Vorjahr fiel der 17-Uhr-Startschuss diesmal bei strahlendem Sonnenschein. In diesem Jahr glänzte Dominik Schranz (AUT) - dicht gefolgt von Florian Holzinger (GER) und Lars Meerstetter (SUI).

 

Legendäre Aufholjagd im Zielbereich

In der Kandahar, die sich in diesem Jahr als buckeliges Ungetüm präsentierte, lieferte Schranz großes Kino auf Skiern und baute seinen Vorsprung auf unglaubliche 20 Sekunden aus. Kurz vor den finalen Schneehügeln, stürzte Schranz, rappelte sich sofort wieder auf und versuchte die letzten Hindernisse vor dem Ziel zu meistern. Das Publikum feuerte den Favoriten an, der sich Schritt für Schritt zur Ziellinie kämpfte. Doch Florian Holzinger und der Schweizer Lars Meerstetter näherten sich stetig. Letztendlich konnte Holzinger die legendäre Aufholjagd für sich entscheiden und siegte bei der 21. Auflage des Kultrennens mit einer Zeit von 9 Minuten und 6 Sekunden.

 

Österreicherin an der Spitze

Bei den Damen konnte die St. Antonerin Alexandra Genewein (AUT) mit einer Zeit von 12 Minuten und 39 Sekunden den Sieg in der Kategorie Ski Alpin ergattern. Die Deutsche Lilly Reik (2. Platz) und Eva-Maria Feiersinger (AUT) kamen dicht gefolgt ins Ziel. Bei den Snowboardern siegten Josef Neulinger (AUT) und Elisabeth Dünser (AUT).

 

Quelle: ofp