Extreme Maßnahmen

Nach Waldbrand in Absam

Extreme Maßnahmen

Eine Fläche von 120 Hektar soll wieder bewaldet werden. Der Appetit von Rehen auf Jungpflanzen bedroht allerdings die Aufforstungspläne.

Nach dem Waldbrand im vergangenen März besteht dringender Aufforstungsbedarf. Sollte der Schutzwald nicht wieder hergestellt werden, drohen Murenabgänge und Hangrutschungen. Da junge Pflanzen bei Gämsen und Rehen ganz oben auf dem Speiseplan stehen, plädieren die Förster für konkrete Schritte gegen das Wild. Allerdings nur in 30 der 140 Hektar Fläche. Dennoch eine Maßnahme, die seitens der Jäger sehr kritisch betrachtet wird.

Notwendige Maßnahmen

Die Wiederherstellung des Waldes ist für den Schutz der Menschen in der Region unabdingbar. Allerdings macht der Heißhunger des Wildes auf die jungen Pflanzen das Vorhaben unmöglich. Für einige kleinere Areale würde das bedeuten, dass beinahe jedes Stück Wild, das vor die Büchse kommt, abgeschossen werden muss.

Jäger empört

Ein Vorstoß, der bei den Jägern auf Ablehnung stößt. Diese "Maßnahmen würden der Einrichtung einer Todeszone gleichkommen", entrüstet sich Landesjägermeister Anton Larcher. Ein Totalabschuss wäre "ethisch nicht vertretbar", zitiert er zudem seinen Kollegen, Bezirksjägermeister Thomas Messner.

Alternativ könnte ein wilddichter Zaun gebaut werden. Allerdings ist es rechtlich verboten, solch einen Zaun mit öffentlichen Geldern zu finanzieren, erklärt Bezirksforstinspektor Brenner. Es besteht also noch viel Klärungsbedarf. Zur Neubewaldung stehen Insgesamt drei Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln zur Verfügung.