Ungarn verweigert weiter die Ausreise

Flüchtlingsstrom Richtung Westen

Ungarn verweigert weiter die Ausreise

Auch weiterhin wird Ungarn keine Flüchtlinge in den Westen ausreisen lassen.

Laut dem Regierungschef Viktor Orban wird Ungarn weiterhin keine Flüchtlinge in den Westen ausreisen lassen. Der Regierungschef beruft sich dabei auf das Dublin-Abkommen. Gestern wurden Flüchtlinge gegen ihren Willen zum Bahnhof beim Flüchtlingslager Bicske gebracht. Dort ist die Lage  immer noch angespannt. Einige Flüchtlinge sind in das Lager gebracht worden, andere bestehen auf ihre Weiterfahrt nach Westen und sitzen offenbar  noch immer im Zug.

Die aktuelle Situation führt zu starken diplomatischen Spannungen zwischen Österreich und Ungarn. Bundeskanzler Werner Faymann hat den ungarischen Botschafter ins Kanzleramt zitiert. So ist Laut Faymann die Genfer Menschenrechtskonvention von allen Staaten der EU zu respektieren. Außenminister Sebastian Kurz wird bei einem EU-Treffen in Luxemburg seinen ungarischen Amtskollegen zu einer Aussprache treffen.

Sonderzug Richtung Österreich

Vom Budapester Ostbahnhof ist am Donnerstagvormittag ein Sonderzug Richtung Österreich abgefahren, der Flüchtlinge über Sopron nach München bringen soll. Das bestätigte ein ungarische Polizist am Bahnsteig des Keleti-Bahnhofs gegenüber der APA. Ein zweiter Zug war am gegenüberliegenden Gleis bereitgestellt. Auch er soll laut Mitarbeitern der ungarischen Bahn Richtung Sopron fahren.

ÖBB rät von Ungarnreisen ab

Auf der Homepage der österreichischen Bundesbahnen steht folgendes zur aktuellen Situation für Reisende: "Laut Ungarischer Staatsbahn verkehren derzeit keine Railjets und Eurocity-Züge zwischen Budapest und Hegyeshalom. Wir raten unseren Fahrgästen daher derzeit von Reisen nach Ungarn ab. Betroffene können ihre Tickets an den ÖBB Ticketschaltern erstatten lassen."