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Wenig Alko-Unfälle in Tirol

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 Innerhalb Tirols weist die Landeshauptstadt den niedrigsten Anteil an Alko-Unfällen auf, der Bezirk Kufstein den höchsten.

Erfreulich: Neben Innsbruck gab es in drei Bezirken keinen tödlichen Alko-Unfall. Die Nightliner Angebote in Tirol sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit und deshalb weiter auszubauen, stellt der VCÖ fest.

Große Unterschiede

Beim Anteil der Alko-Unfälle an den Verkehrsunfällen gibt es österreichweit sehr große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Während die Stadt Wels mit 3,1 Prozent den niedrigsten Anteil von Alko-Unfällen im Untersuchungszeitraum 2013 bis 1. Halbjahr 2016 aufweist, war der Anteil im Bezirk Hermagor mit 11,1 Prozent österreichweit am höchsten.

Wenig Alko-Unfälle in Tirol

In Tirol sind die Unterschiede kleiner. Den niedrigsten Anteil von Alko-Unfällen weist Innsbruck mit 4,6 Prozent auf, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Am höchsten ist der Anteil der Alko-Unfälle mit 7,8 Prozent im Bezirk Kufstein, dahinter folgen die Bezirke Schwaz (7,6 Prozent) und Kitzbühel (7,4 Prozent). Insgesamt passierten im Untersuchungszeitraum 767 Alko-Unfälle, bei denen 992 Personen verletzt wurden und 10 Personen ums Leben kamen. In Innsbruck sowie in den Bezirken Imst, Lienz und Reutte gab es im Untersuchungszeitraum keinen tödlichen Alko-Unfall.

Nachtbusse gegen Alko-Unfälle

Österreichweit weisen die Städte den niedrigsten Anteil an Alko-Unfällen auf. Das öffentliche Verkehrsangebot in den Städten sowie die Möglichkeit mit dem Taxi oder zu Fuß nach Hause zu kommen sind die Hauptgründe für den niedrigeren Anteil von Alko-Unfällen in den Städten, stellt der VCÖ fest.

"In dünner besiedelten Regionen kann mit Nachtbussen sowie Anrufsammeltaxis die Zahl der Alko-Unfälle verringert werden", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. So hat das Burgenland durch die Umsetzung eines flächendeckenden Discobusnetzes die Zahl der Alko-Unfälle um rund zwei Drittel reduzieren können. Im Jahr 1993 - ein Jahr vor Start des Discobusses - kam es im Burgenland noch zu 122 Alko-Unfällen mit neun Todesopfern, im Vorjahr passierten 46 Alko-Unfälle, kein einziger endete tödlich.

 "Don't drink and drive"

Der VCÖ weist darauf hin, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache. Ein Punsch kann bis zu 0,4 Promille auslösen. Schon ab 0,3 Promille verschlechtert sich die Reaktionszeit, Entfernungen werden schlechter abgeschätzt, die Risikobereitschaft nimmt zu. Deshalb lautet auch in der Adventzeit die Devise "Don't drink and drive".

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