Patscherkofel

Bürger protestieren

Patscherkofelprojekt in der Kritik

Am vergangenen Sonntag wurde es vor dem Innsbrucker Rathaus eng. Mehrere hundert Menschen versammelten sich und protestierten gegen das Patscherkofelprojekt der Stadt.

Bei dem sogenannten „Patscherkofelprojekt“ steht die Innsbrucker Stadtpolitik in der Kritik. Laut dem Plan der Stadtregierung wird die bevorstehende Bahnanlage komplett entfernt und neu aufgebaut. Dass funktionstüchtige Bahnen einfach entfernt werden, können viele Bewohner nicht verstehen, weshalb sich mehrere Bürgerinitiativen formiert haben. Sie fordern ein Überdenken der aktuellen Pläne und eine gründliche Begutachtung hinsichtlich einer Sanierung der bestehenden Anlage auf den Patscherkofel. Ihr Argument sind die wesentlich geringeren Kosten.

50 Millionen Euro Kosten

Momentan ist das Projekt mit Kosten in Höhe von 55 Millionen Euro geplant. Die Kosten sind noch in der Planungsphase um 11 Millionen explodiert, was viele Bürger wie berichtet auf den Plan rief. Die Stadtpolitiker sowie Bürgermeisterin Oppitz-Plörer bemühen sich nun, die Bürger von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Der Neubau der Bahn, so Oppitz-Plörer, seie eine langfristige und moderne Variante, die den Bürgern viele Freizeitmöglichkeitn biete. Eine Sanierung der bestehenden Anlage sei finanziell als nicht sinnvolle Variante begutachtet worden, da die Anlage bereits in drei Jahren veraltet wäre.

Widerstand gegen das Projekt kommt auch aus der Politik: Sowohl der Seniorenbund als auch die Innsbrucker Stadt-FPÖ haben sich gegen das Projekt ausgesprochen. Der Alpenverein befürchtet durch die geplante Bergstation ein Aus für das Schutzhaus dahinter.

Die Innsbrucker Skivereine sehen dem Großprojekt mit Spannung entgegen und begrüßen die Maßnahmen.