Löscheinsatz mit sieben Hubschraubern

Antenne Tirol

Löscheinsatz mit sieben Hubschraubern

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Ein großer Brand ist im Halltal oberhalb von Absam ist am Donnerstag Vormittag ausgebrochen. Zur Zeit werden sieben Hubschrauber zur Feuerbekämpfung eingesetzt.

Das Feuer hat sich von bisher 4 auf 50 Hektar ausgebreitet. Es war am Donnerstag Vormittag im Halltal oberhalb von Absam ausgebrochen. Die Feuerwehren versuchen den Brand unter Kontrolle zu halten: Flughelfer der Feuerwehr sind am Eingang des Halltals im Einsatz, eine Basisstation wurde bereits eingerichtet. Die Trockenheit hat wahrscheinlich zur raschen Ausbreitung des Feuers beigetragen.

Brandursache: Zigarette


Ein 18-jähriger Wanderer hat den Brand mit einer weggeworfenen Zigarette ausgelöst. Das Feuer hat sich in einem schwer zugänglichen, steilen Gelände ausgebreitet – im Bereich Runstboden-Hochmadkopf.

Der Einheimischer war gestern gegen 10.30 Uhr mit seinem Hund den steilen Wanderweg hinaufgegangen. Er warf eine Zigarette weg und löste damit die Katastrophe aus. Dabei versuchte der 18-Jährige noch selbst, den Brand auf dem trockenen Boden zu löschen. Doch es ging nicht mehr: Der Wanderer verletzte sich an der Hand,  kontaktierte aber schnell die Einsatzkräfte. Er meldete sich beim Polizeiposten in Hall. Nun droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu ein Jahr.

Hubschrauber im Einsatz

50 Hektar trockenes Wiesen- und Buschgelände und auch Waldstücke sind vom Feuer betroffen. Die Feuerwehren Hall, Zirl  und Absam, aber auch die Berufsfeuerwehr Innsbruck sind mit den Löschungsarbeiten beschäftigt. Insgesamt waren am Donnerstag fünf Hubschrauber im Einsatz, darunter Polizeihubschrauber und ein Militärhubschrauber. Heute, am Freitag, sind es bereits 7 Helikopter.

Schwierige Löscharbeiten

Die Löscharbeiten gestalten sich relativ schwierig, da die Brände in steilem, schwer zugänglichen Gelände wüten. In erster Linie kann nur aus der Luft gelöscht werden – aber auch Einsatzkräfte sind ins betroffene Gelände geflogen worden.

Der Waldbrand am so genannten Hochmadkopf, der Donnerstagvormittag durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette ausgelöst wurde, beschäftigt die Einsatzkräfte auch am Freitag. Bis es dunkel wurde, sind Hunderte Löschflüge durchgeführt worden. Der Brand sei nicht unter Kontrolle. Er breite sich sogar nach unten aus, verkündete gestern Abend die Einsatzzentrale. Das Brandgebiet erstrecke sich schon von von etwa 1000 bis 1700 Meter Seehöhe. In der  Nacht waren Fußmannschaften von etwa 30 Männern besonders im Gipfelbereich im Einsatz. Auch eine Vereinshütte konnte in der Nacht vor den Flammen bewart werden.

Die Zeit zwischen 22 Uhr und 4 Uhr hatten wegen des starken Windes mit dem Ausbreiten des Feuers besonders zu kämpfen, erklärte die Feuerwehr. Die Situation sei äußerst kritisch gewesen.

Am Freitag bespricht ab sechs Uhr Früh die Einsatzleitung weitere Vorgehensweisen. Ab sieben Uhr werde die Löschflüge wieder aufgenommen.