Tiroler Unterland am stärksten betroffen

antennetirol

Tiroler Unterland am stärksten betroffen

Artikel teilen

Feuerwehren in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein im Dauereinsatz - In Kössen wurde 80 Personen evakuiert, Wasserrettung im Einsatz - Laut Experten kaum Entspannung in Sicht.

Der Dauerregen hat im Tiroler Unterland zu einer prekären Hochwassersituation sowie zu zahlreichen Murenabgängen und Überschwemmungen geführt. In den Bezirken Kitzbühel und Kufstein standen die Feuerwehren im Dauereinsatz. In Kössen mussten 80 Personen evakuiert werden, weil die Großache über die Ufer getreten war. Insgesamt waren laut Land rund 200 Häuser gefährdet. Die Experten rechneten vorerst mit keiner Entspannung der Situation.

Das Ausmaß der Schäden in Kössen war laut den Einsatzkräften noch nicht absehbar. Zunächst müsse gewartet werden, bis das Hochwasser zurückgehe. Erst dann könne damit begonnen werden, die überschwemmten Keller auszupumpen. Für die Evakuierung der 80 Personen in Kössen stand unter anderem die Wasserrettung mit 70 Mann im Einsatz.

Der Kitzbüheler Bezirkshauptmann Michael Berger berief am Vormittag einen Krisenstab ein und appellierte an die Bevölkerung, unnötige Fahrten zu unterlassen. Laufend würden Murenabgänge und verlegte bzw. überschwemmte Straßen gemeldet. Mit den Aufräumarbeiten könne erst begonnen werden, sobald das Wasser zurückgegangen sei. Unter Umständen werde man dabei auf die Assistenzleistung des Bundesheers angewiesen sein.

Die Experten des Landes rechneten vorerst mit keiner Entspannung der Hochwassersituation im Tiroler Unterland. Von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) seien weitere Niederschläge mit bis zu 60 Litern Regen pro Quadratmeter im Verlaufe des Sonntags prognostiziert worden, so der Hydrographische Dienst. Aktuelle Radarbilder würden keine Entspannung in den nächsten Stunden zeigen.

Wegen Murenabgängen gesperrt waren unter anderem die B 170 im Bereich Hopfgartner Wald, die B 178 im Bereich Strub, die L 2 im Bereich Pillersee, die B 164 beim Paß Grießen und in St. Johann im Bereich Grieswirt infolge einer Überflutung. Ebenfalls überflutet war die L 39 in Erpfendorf im Bereich Hagerbrücke, ein Erdrutsch ging auch auf die L 205 im Bereich Kirchmair-Säge ab.

Alle Sperren finden Sie HIER