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Naschgarten, Teiche, bunte Blumen

Gartentrends im Frühling 2014

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Der Naschgarten ist heuer ganz groß im Kommen, genauso wie Blumen in allen erdenklichen Farben.

Architektonische Trends

Die Gestaltung des Gartens richtet sich heuer sehr nach dem Stil des eigenen Hauses. Überschwängliche oder kitschige Dekorationen sind nicht angesagt, es geht eher in Richtung minimalistisches Design. Michael Jäger, Juniorchef der Gärtnerei Angelika Jäger in Innsbruck, beschreibt die Architektur als sehr puristisch, alles werde eher dezent gehalten, gerade Linien stehen im Vordergrund.

Laut Jäger gibt es auch einen starken Trend zum Wasser im Garten. Hier reichen die Möglichkeiten von Quellsteinen über klare Wasserbecken bis hin zu Schwimmteichen. Für letztere fehlt allerdings häufig der Platz in den Innsbrucker Gärten.

Der Naschgarten ist in - auch für den Balkon

Überaus beliebt ist heuer das Anlegen von Naschgärten. Alles, was gegessen werden kann, wird angepflanzt. Die Hobbygärtner und -gärtnerinnen legen großen Wert darauf, ihr Gemüse und ihr Obst in Eigenregie zu ziehen. Auf den Einsatz von Chemikalien wollen sie dabei weitestgehen verzichten, die Pflanzen sollen möglichst "natürlich" in ihrem Beet gedeihen.

Bei den Gemüsearten sind besonders Naschpaprika und Cocktailtomaten beliebt, diese eignen sich auch hervorragend für die Anpflanzung auf dem Balkon. Die Leute mögen besonders auch exotische Kräuter und Gewürze.

Bunte Blumen sollen's sein

Neben der ganzen Nascherei darf aber natürlich nicht auf die unzähligen Blumenarten und -farben vergessen werden, mit denen man den Garten verschönern kann. Viele Kunden wollen einen "farbstimmigen Garten", "eben nicht den kunterbunten Sauhaufen", wie Michael Jäger erzählt. Die Blumen sollen nach einer Farbpalette harmonisch abgestimmt werden, wie zum Beispiel in den Kombinationen orange-gelb oder weiß-blau. Einige tendieren auch zur Einfarbigkeit und pflanzen dann beispielsweise nur rote oder weiße Blumen.

Bevor man sich jedoch in den Gartel-Dress wirft, sollte man sich gut überlegen, was man zu welchem Zeitpunkt pflanzt. Dabei spielt nämlich das Wetter eine große Rolle. Gerade bei dem plötzlichen Wintereinbruch, der vor kurzem stattgefunden statt, sollte man nur Pflanzen in Betracht ziehen, die eine Temperatur von um die 0 Grad aushalten.

Bloß keine Thujenhecke mehr!

Eine ganz klare Absage erfährt heuer die Thujenhecke. Da sie schon in beinahe jedem Garten steht, suchen die Freizeitbotaniker sehnsüchtig nach Alternativen. So gehe der Trend zum Beispiel in Richtung geschnittener Formen und gezogener Pflanzen, wie Michael Jäger erzählt,  auch Bonsaiformen und andere extravagante Pflanzen erhalten einen Aufschwung.

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