Euro-Finanzminister-Treffen in Dublin

Europäische Union

Euro-Finanzminister-Treffen in Dublin

Fällt auch in Österreich bald das Bankgeheimnis?

Heute beginnen die zweitägigen Beratungen der EU-Finanzminister in Dublin. Einmal mehr stehen die Beratungen ganz im Zeichen der Zypernrettung. Zehn Milliarden Euro soll Zypern an Hilfsgeldern erhalten, obwohl mittlerweile bekannt wurde, dass das Land 23 Mrd. Euro anstatt der bisher angenommenen 17,5 Mrd. Euro brauche. Auch für die zypriotischen Bürger gibt es Änderungen: Ab sofort sind Überweisungen bis zu 300.000 Euro erlaubt, Reisende dürfen 2.000 statt bisher 1.000 Euro Bargeld ins Ausland mitnehmen. Das Limit für Bargeldabhebungen am Automaten (300 Euro) bleibt aber unverändert.

Aber nicht nur über Zypern, sondern auch über Portugal und Irland wird beraten werden. Noch unklar ist, ob die beiden Länder mehr Zeit erhalten sollen, um ihre EU-Hilfen zurückzuzahlen.

Ein sehr brisantes Thema für Österreich stellt das Bankgeheimnis dar: Als einziges EU-Land hat Österreich sein Bankgeheimnis noch nicht aufgehoben – Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) will, dass das auch so bleibt. Der Druck der anderen Länder auf Österreich erhöht sich: Vor allem aus Frankreich werden die Stimmen lauter. Das Land will verstärkt gegen Steuerbetrug vorgehen.